Gestern war ein voller Erfolg. Wir waren wie immer zu viert und es tat super gut. Wir wollen alle zusammen raus aus dem Trott und wieder rein ins Leben. Immerhin sind wir jung! Mit 16-17 ist es unsere Aufgabe unvernünftig zu sein, wir sollen Mist bauen und uns morgens nur noch an die Hälfte erinnern können. Dafür ist unsere Jugend wohl irgendwie da. Wer wäre ich auch, wenn ich nicht jede Woche eine neue Geschichte hätte? Es gehört schon zu meiner Persönlichkeit nie an einem Ort zu sein und ständig neue Dinge zu erleben. Ich liebe es so sehr, dass es momentan ist, als würde mir ein kleiner Teil meiner selbst fehlen. Plötzlich gehe ich früher ins Bett, bin am Wochenende zu hause und trinke mit meinen Freundinnen Tee! Vor einiger Zeit war ich unter der Woche um 1 im Bett, an den Wochenenden gar nicht oder so ab 5 und Tee haben wir höchstens geraucht oder mit Vodka gestreckt. Wir sind irgendwie anders geworden. Reifer trifft es wohl nicht, weil wir genau da irgendwie wieder hin wollen, zurück zu dieser Energie, zu dieser puren Lebensfreude! Nächsten Freitag geht es langsam wieder los. Es ist zwar etwas unspontan, aber jeder fängt mal klein an. In ein paar Wochen sind wir hoffentlich wieder dabei jede Sekunde unserer Jugend auszukosten. Dann bin ich eben unvernünftig. Ich bin 16! Ich plane mein Leben ganz sicher noch nicht. Ich will für jeden Moment leben, auch wenn mir das oft schwer fällt, aber dir vermutlich auch. Vielleicht habe ich einige Sachen nicht erlebt, die andere Jugendliche dafür erleben. Beziehungen, eine stabile Familie oder mir vieles kaufe zu können was ich will, aber um ehrlich zu sein.. Ich kann Leuten sehr gut den Kopf verdrehen, ich liebe den Rest meiner Familie und hell yeah, irgendwie schaffe ich jeden Monat. Es tut gut zu wissen, dass wir wieder anfangen zu leben. Das macht mir richtig gute Laune! Wir brauchen kein Geld. Wir werden wieder im Moment leben und Unsinn machen, wir werden etwas zu erzählen haben und vor allem werden wir endlich wieder dieses Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit haben. Das ist unbezahlbar.
Virgins forever ♥
Love
Sonntag, 8. September 2013
Samstag, 7. September 2013
Jede Liebe wird irgendwann ans Licht kommen
Es geht mir nicht so gut, aber auch nicht schlecht. Einfach neutral. Ich war acht Kilometer laufen und meine Gedanken waren frei, hatten aber einen Fixpunkt. Es tat richtig gut! Heute Abend sehe ich meine Freunde, natürlich nicht alle, aber die, die mir immer am meisten fehlen. Ich habe vorhin wieder über Freiheit nach gedacht (ich sollte dazu sagen, dass das jetzt schon der zweite Post ist, der erste aber nicht gepasst hat). Momentan fühle ich mich nicht frei. Alles ist routiniert, es gibt kaum abweichungen. In der neuen Klasse sind viele gleich. Keiner ist laut. Die meisten sind leise, ein paar versuchen wohl laut zu sein, schaffen es aber nicht. Ich werde das gefühl nicht los, sie würden mich in ihre Masse ziehen wollen und mich deshalb nicht leiden können. Ich bin anders als viele dort. Ich habe bunte haare und trage was mir gefällt. Ich höre viel Musik und war immer eine laute Persönlichkeit. Jetzt werde ich stiller. Ich will nicht stiller werden, aber ich fühle mich eingesperrt bei diesen Jungen. Warum fühlt man sich nur frei bei Menschen, die man mag? Wenn ich bedenke wie ich mich mit meiner geliebten Schwester beim Larpen gefühlt habe. Ich kam mit allen irgendwie klar, ein ganz sehr guter Freund von mir war auch da. So saß ich also mit ihm auf einer Bank und wir redeten, ich weiß nicht wie lange. Es waren ernste Themen, etwas beklemmend, aber trotzdem fühlte ich mich frei. Warum habe ich aufgehört diese Freiheit um mich zu spüren? Wann habe ich aufgegeben zufrieden zu sein? Dafür weiß ich jetzt wohl was mich glücklich macht, frei zu sein in dem was ich mache und trotzdem akzeptiert zu werden. Die Jungen der Klasse akzeptieren mich nicht, aber trotzdem gab es diesen einen Moment, den Moment in dem die Zeit stehen bleibt, alles schweigt, es ist nichts zu hören. Nur meine Stimme liest einen Text. Alle hören zu. Stille. Applaus. Du musst dir es so vorstellen: Alle machen Lärm, kramen in ihren Sachen, ich soll meine Deutschhausaufgabe vorlesen. Nichts besonderes also. Als ich den ersten Satz lese, herrscht noch wenig Beachtung. Ich lese weiter. Der zweite Satz beginnt und es wird still. Langsam wandert mein Auge von Wort zu Wort. Mein Mund formt Silbe für Silbe. Ich lese den letzten Satz "Ich weiß nicht ob das Glück ist". Ich schweige. Der Raum ist erfüllt von Stille. Plötzlich beginnt jemand zu klatschen. Applaus. Es folgen positive Kommentare, übrigens von besagten Jungen. Aber das verbale Lob interessiert mich nicht. Ich habe ihnen den Atem geraubt. All diese 25 Leute saßen da vollkommen regungslos und hingen an meinen Lippen.
Ich liebe keinen Moment so sehr wie diesen. Ich weiß nicht warum oder wie, aber irgendwas scheint Menschen an meinen Texten zu gefallen, vor allem wenn ich sie vorlese. Es erfüllt mich ein wenig mit Stolz. Ich wünschte ich könnte dir mal all diese Posts vorlesen, sie hätten vielleicht eine ganz andere Bedeutung. Sätze klingen anders, wenn man sie richtig betont. Aber das weißt du sicherlich.
Diese Freiheit können sie mir wohl nicht nehmen. Niemand kann meine Gedanken einschränken und ganz sicher kann mir auch keiner verbieten sie aufzuschreiben. Sollte das meine letzt Freiheit in dieser Klasse sein, raubt sie wenigstens den Leute, die mir alle anderen genommen haben, den Atem.
Love
Sonntag, 1. September 2013
Vive la danse
Dieses Wochenende war sehr entspannt. Ich habe nahezu nichts gemacht. Lediglich meine Haare gefärbt und heute mit einer Freundin Fotos gemacht. Und geschlafen, ich habe viel geschlafen, was auch wirklich nötig war. In meiner Klasse gibt es wohl doch einen vernünftigen Jungen! Wir verstehen uns bisher blendend und er ist echt cool. Endlich mal ein Junge mit solchen Ansichten! Sein Äußeres ist ihm wichtig, aber auch nicht zu wichtig, er hat einen guten Geschmack und Stil, das Wichtigste ist allerdings, dass er die anderen Jungs auch nicht sonderlich mag. Hurra! Ich weiß nicht genau, was ich erzählen soll, es ist einfach nichts passiert. Ich fange bald eine Therapie an, allerdings weiß ich noch nicht wo. Hoffentlich wird sie helfen mit dem Vergangenen klar zu kommen. Seit meinem "Unfall" und dem Aufenthalt im Krankenhaus habe ich oft Angst vor Dingen, die früher total normal waren, auch kann ich manche Sachen nicht mehr essen. Alles soll einfach wieder normal werden. Auch möchte ich die Sache mit meinem Vater und dem anderen Ex-Mann meiner Mutter aufarbeiten. Svv wird wohl auch ein größeres Thema werden, vielleicht werde ich es danach nie wieder machen. Vielleicht werde ich mich vollständig akzeptieren können und Liebe zulassen. Vielleicht werde ich mich endlich geliebt fühlen. Vielleicht wird aber auch nichts passieren.
Ich würde gerade gerne meinen Frust ertränken.
Love always
Ich würde gerade gerne meinen Frust ertränken.
Love always
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