Dienstag, 23. Dezember 2014

Vertraue heut' den Spinnern, denn zu bereuen gibt's nicht viel

Nach gefühlten 100 Jahren habe ich wieder die Zeit etwas zu schreiben. Mir ist etwas bewusst geworden: Ich finde mich langweilig, ich will wieder sein wie ich war. Mir fehlt mein altes Ich. Ich mache ständig Sachen, die ich selbst ziemlich scheiße finde und ich hab keine Ahnung warum. Zusätzlich dazu habe ich auch noch zugenommen und keiner meiner Freunde sagt es mir. Danke dafür. Das Abi frisst mich ziemlich auf, aber trotzdem habe ich nicht erwartet so langweilig zu werden. Nach der Schule lerne ich oder mache Hausaufgaben, wenn ich etwas anderes mache fühle ich mich gleich furchtbar schlecht. Auch habe ich fast vollkommen meine Begeisterung für das Schreiben verloren, es ist also recht unwahrscheinlich hier noch regelmäßig neues zu lesen. Dieses ständige bewerten macht mich fertig. Ich bin wohl nicht so schlecht, richtig gut aber auch nicht. Aber nicht ist schlimmer als meine ständige Langeweile mit mir selbst. "Alles wird besser wenn man ein Auto hat" blah, blah, blah. Ein paar meiner Freundinnen haben ein Auto, trotzdem sitzen wir rum, treffen uns zum Reden und die alten Zeiten sind vorbei. Ich könnte mich selbst ankotzen. Warum ist meine Jugend jetzt schon wie das Erwachsen-sein? Ich denke ständig über Geld und die Zukunft nach. Letztes Jahr hab ich nicht einen Tag in die Zukunft geplant und wenn war es so unrealistisch, dass man es fast nicht zählen kann. Warum müssen wir mit 17 erwachsen sein? Glaubt irgendwer, dass das funktioniert? Ich will wieder 16 sein. Es ging mir jeden Tag scheiße, ich mochte mich selbst genauso sehr wie jetzt und war ständig betrunken, als könnte ich nur das. Und jetzt? Ich mache ab und an mit einem Typen rum, unfähig mehr als das einzugehen, werde immer dicker und mag mich immer weniger. Ich lerne, lerne und lerne. Doch nichts über das Leben. Ich habe in der 12 nichts gelernt, was mir später helfen wird. Und dann hätte ich mir schon längst ein Praktikum besorgen müssen. Irgendwas, dass wir später vielleicht machen wollen. Ich hab keine Ahnung was ich machen will. Ich weiß doch nicht mal wann ich nachher aufstehe, ob ich die Schule weiter mache und warum ich so geworden bin. Alles was ich machen kann, ist mir Ziele zu setzen. Mehr nicht. Aber das will ich auch nicht. Ich will wieder spontan sein. Nachts plötzlich weg sein, tagsüber feiern und nie schlafen. Ich will meinen alten Körper zurück, ich will das man meine Narben wieder sieht und das meine Haare wieder blau sind. Ich sehe so langweilig aus, alles an mir ist so furchtbar langweilig. "Aber mit 18 wird alles anders" Ja, ich schleiche mich nicht mehr auf Partys, hab ein Auto mit dem ich sicher heimkomme und kann endlich Verantwortung übernehmen, Yeah. Endlich ein geordnetes Leben.
 Wenigstens bin ich mir dessen bewusst und versuche es zu ändern. Unvernunft, alles was ich noch brauche.

Mittwoch, 6. August 2014

Souls together

Ich habe einen guten Freund, der sich momentan wohl ziemlich im Leben verrennt. Besser gesagt es schon lange verrannt hat. Er vergisst manchmal, dass auch andere sich schlecht fühlen dürfen. Das sollte niemand vergessen. Wir alle dürfen uns schlecht fühlen. Wir dürfen uns bemitleiden und denken, dass nur uns schlechte Dinge passieren. Es ist ok, wenn wir ab und zu wegen jeder Kleinigkeit weinen, wenn wir alle hassen und keiner unseren Schmerz verstehen kann. Unsere Freunde sollten das akzeptieren. Aber wir dürfen das eben nur manchmal. Sollte es bei dir anders sein und du fühlst dich immer wie der bemitleidenste Mensch auf der Welt, rede bitte mit irgendwem darüber, weil das bist du nicht. Wir müssen auch das schöne in unserem Leben betrachten. Was denkst du wohl, wie viele Menschen neidisch auf dich sind? Auf deine Haare, deine Ausstrahlung, deine Augen, deinen Körper? Und sag bitte nicht, dass nichts davon toll ist. Ich mag mich auch nicht sonderlich, aber das ist okay. Vermutlich kannst du auch oft nicht verstehen warum andere dich mögen, oder du gehörst zu den glücklichen, mit Selbstbewusstsein beschenkten Menschen. Vertrau mir, es gibt viele Menschen die dich mögen und noch viel mehr, die dich mögen würden, aber sie kennen dich nicht. Und ich schwöre dir, dass abertausende Menschen dich unglaublich schön finden, dein Inneres wie dein Äußeres. Ich weiß, ich sage einfach immer wieder das Selbe, aber solang nicht die letzte Person davon überzeugt ist wunderbar zu sein, höre ich damit auch nicht auf. Wenn es einen Weg gibt dich glücklicher zu machen, sag mir was du hören willst. Was macht dich glücklich? Was bringt dich zum Lachen? Am liebsten würde ich dir all meine Playlist zeigen. Manche entspannen mich, manche machen mich glücklich, andere nehmen mir die Angst hinterm Steuer zu sitzen, warum sollten sie dir also nicht das selbe bringen? Ach, ich hab keine Ahnung, was ich dir noch sagen soll. Ich will einfach, dass du glücklich bist, genauso wie du bist, mit deiner unperfekten Schönheit und den Dingen die du nicht kannst, mit all den Dingen die du können möchtest und mit den Talenten, die alle anderen beeindrucken. Du bist etwas besonderes und du verdienst es glücklich zu sein.

Dienstag, 3. Juni 2014

Hör nie auf damit, den Himmel anzufassen

Momentan ist alles nicht wirklich in Ordnung, ich habe oft Kopfschmerzen und fühle mich vollkommen erledigt. Aber das ist ok, solche Kleinigkeiten gehören zum Leben dazu. Auch das ich wieder panischer und paranoider werde, ist ok. Alles was in meinem Kopf passiert, lasse ich einfach geschehen, denn ich weiß, dass ich es schon mal geschafft hab, also schaffe ich es wieder und wieder. Und dann schaffst du es erst recht. Du kannst alles schaffen was du willst, wenn du es nur oft genug versuchst. Es ist doch vollkommen egal was andere sagen. Ein Gedanke kam mir vor kurzem beim Anziehen: Warum sind dünne Menschen immer so unglücklich und wollen hübsch aussehen, viele wirklich dicke Leute tragen aber furchtbare Kleidung und sind dabei so glücklich? Ich glaube, dass es wie mit den bunten Haaren ist. Anfangs wirst du so viel beleidigt und angesprochen, dass du dich unwohl fühlst mit ihnen, doch irgendwann bemerkst du die Kommentare einfach nicht mehr. Du liebst deine Haare wie sie sind, was andere sagen bemerkst du einfach nicht mehr, egal ob positiv oder negativ. Bei allen anderem Sachen ist das nicht so, nur bei dieser einen. Vielleicht ist es bei ihnen so mit dem Gewicht. Vielleicht wurden sie/wir/ich so oft beleidigt, dass es einfach normal ist und man es nicht mehr beachtet. Und wenn man so oder so beleidigt wird, warum dann nicht das tragen was einen glücklich macht? Ich hab solche Probleme mit meine Gewicht, dass ich mich nachts in den Schlaf weine, dabei ist das so albern. Ich bin eben nicht super dünn, aber ich kann Kleidung in Größe 38/40 kaufen. Das sind vollkommen normale Größen, fertig aus. Kleidergrößen sind Zahlen die mittlerweile unseren Wert bestimmen. Je kleiner die Größer, desto besser bist du. Ich werde nie eine 34, niemals in meinem ganzen Leben. Auch keine 36. Egal wie sehr ich es mir wünsche, egal wie wenig ich esse. Warum sollten wir also hungern? Und warum sollten dünne Leute zunehmen? Warum dürfen wir nicht einfach mit unseren Körpern zufrieden sein? Es gibt so viel wichtigeres. Bewundernswert sind Menschen, die viele Sprachen sprechen, gute Musiker sind, viel lachen, gut Kochen können, Tanzen können oder einen Roman geschrieben haben, der die ganze Welt bewegt. Das sind Dinge, die wir erreichen sollten. Was bringen uns Diäten wenn wir alt sind? Mir ist egal ob ich mit 80 dünn oder dick bin, aber wenn ich 5 Sprachen spreche und ein Buch habe aus dem ich vorlesen kann, ist das viel wert. Vielleicht ist das auch einfach nur meine Meinung. Trotzdem sollten wir das machen, was wir uns wünschen. Ob es jetzt der perfekte Körper oder ein Meisterschaftstitel ist.

Donnerstag, 8. Mai 2014

The stars are the only things we share

Ich habe heute meinen Blog ziemlich aufgeräumt. Ich will nicht, dass die alten Einträge den neuen Stil beeinträchtigen. Das hier soll ein Ort werden, an dem jeder immer Hilfe bekommen kann, wenn er sie braucht, auch wenn es nur ein Paar Texte sind. Meine Vergangenheit soll nicht verschwinden, aber sie soll niemanden mehr dazu anstiften zu hungern, oder es auch nur loben. Hier soll nichts mehr darüber stehen, wie ich mich verletzen wollte, das gehört nicht mehr zu meinem Leben.
Dabei ist mir etwas aufgefallen. Ich war letztes und vorletztes Jahr eine zeit lang vergeben und habe auch darüber gebloggt. Wenn ich jemals gesagt habe, dass sich so Liebe an fühlen muss, nehme ich es hiermit zurück. Alles was ich geschrieben habe, war voll mit Selbsthass, Angst und Verzweiflung. Angst, er könne mich verlassen. Angst, ich könnte nicht gut genug sein. Vielleicht ist die Wahrheit, dass ich damals nicht gut genug war. Ich habe mich von einer Teenieromanze zerfleischen lassen. Das war nicht gut von mir, ziemlich dumm war es eher. Warum habe ich mir das aber angetan, wenn es so weh getan hat? Ich weiß es nicht. Vielleicht hatte ich noch mehr Angst davor allein zu sein, die Verliebtheit hat vermutlich auch dazu beigetragen. Warum stürzen wir uns in Dinge die uns kaputt machen? Ist es, weil wir oft denken, dass sie das beste ist? Vieles was wir machen, soll glücklich machen. Oder es "gehört nun eben dazu". Es gehört nun mal dazu Beziehungen zu haben, zu Schule zu gehen, später einen Job zu haben, dann 2 Kinder, einen Hund und einen Mann. Wir sollen in ein Haus ziehen und uns um den Garten kümmern, wir müssen Steuern zahlen, Autofahren, die Kinder zur Schule schicken, Verantwortung übernehmen, uns mit den Nachbar treffen und bloß niemals aus dem Rahmen fallen. Was ist aber, wenn gerade diesen "anders sein" uns so glücklich macht? Warum sollen wir mit 15 schon anfangen normal zu werden und mit 17 am besten schon arbeiten, also natürlich neben der Schule, die uns selbstverständlich leicht fällt. Warum können wir nicht einfach unsere Füße im Wasser baumeln lassen, Musik hören und nebenbei mit Freunden reden. Ich will nicht aufhören so zu sein, wie ich bin. Willst du das etwa? Wir sind viel zu jung um uns darüber Gedanken zu machen, ich weiß, dass sage ich immer, aber es stimmt nun mal. Wir sind zu jung um unser Leben zu entscheiden. Wie sollen wir später Steuererklärungen machen, wenn es uns niemand erklärt? Wie sollen wir Heiraten, wenn wir nicht mal eine Beziehung haben oder wollen? Wie sollen wir Geld verdienen, wenn das was wir lieben kein Geld bringt? Unser Ansehen in der Gesellschaft hängt von unseren Finanzen ab, unseren Leistungen. Und wenn wir diese nicht bringen, sind wir raus. Soziale Mittelschicht wäre perfekt für ein Haus, einen Mann (der natürlich der Hauptarbeitnehmer ist) und zwei Kinder. Klingt eine kleine Wohnung mit einer guten Freundin und einer Topfpflanze aber nicht genauso schön? Wir sollen noch nicht von der Mittelschicht träumen. Wir sollten von Flügen zum Mond, Reisen nach Indien, Wandern durch den Himalaya und Schwimmen durch den Atlantik träumen. Klein träumen können wir auch, wenn wir älter sind.

Freitag, 2. Mai 2014

Cause I see the world in different colours

Ist es komisch, dass ich mir wünsche, dass mein Blog erfolgreicher wäre? Oder das er zumindest mehr Menschen erreichen würde? Ich weiß nicht genau warum, aber es hätte doch etwas, wenn Menschen lieben was du machst, wenn es sie bewegt und du sie glücklich machst. Ich hoffe das es dir zumindest manchmal so geht. Ich glaube wir alle brauchen etwas mit dem wir andere glücklich machen können, denn wenn wir andere glücklich machen, macht uns das doch auch immer ein bisschen glücklicher, oder? Findest du es albern, das ich gerne mehr Menschen erreichen würde? Keine Millionen, einfach ein Paar mehr. Aber ich glaube nicht, dass dieser Tag mal kommen wird.
Wie dem auch sein, mir ist in letzter Zeit wieder aufgefallen, wie ungern ich einen Freund hätte. Ich bin in Beziehungen die Pest, allein schon wenn ich verliebt bin, heule ich nur noch und alles ist ganz furchtbar. Warum also nach einem Jungen an meiner Seite suchen, der mich nie wirklich kennen lernt, weil er nur den Beziehungsmenschen abbekommt? Fühlst du dich allein, weil du Single bist, weil wenn ja, das brauchst du wirklich nicht. Wir sind noch viel zu jung um uns darüber Gedanken zu machen. Vielleicht ist es auch egal wie alt man ist und man sollte sich einfach nie darum Gedanken machen. Wir sollten uns lieber auf andere Sachen konzentrieren, uns Ziele setzen, über die wir noch in 30 Jahren reden können. Mein Herz verzehrt sich nach der Welt, nach Freiheit. Ich vermisse das Wandern gehen, den Sand zwischen den Zehen, die Berge am Morgen, ich vermisse meine Angst beim Schiff fahren, meine schmerzenden Füße, ich vermisse die Gerüche, das Essen, einfach alles am verreisen fehlt mir irgendwie. Ich hab schon viel von der Welt gesehen, aber es reicht mir einfach nicht. Ich war noch nie in Asien, ich war eigentlich immer nur in Europa, obwohl das schon einiges ist. Ich habe manchmal Angst, das ich vergesse, all das erlebte zu schätzen, dass es irgendwann normal ist. Hoffentlich passiert uns das einfach nie. Lass uns eine Liste machen mit Dingen, die wir dieses Jahr machen wollen. Lass uns uns alberne Ziele setzen! Wir sollten wandern, lachen, die Zeit vergessen und einfach aufhören immer über alles nach zu denken. Ich hasse es, dass ich mir immer über alles den Kopf zerbrechen muss, warum also nicht mal abschalten und albern sein? Lass es uns versuchen! Tut mir übrigens Leid, dass ich heute so sprunghaft bin, aber mein Kopf ist gerade voller Ideen. Ich glaube ich setze mich gleich mal an eine List für dieses Jahr, ich würde gerne die Erinnerungen mit dir teilen und vielleicht mache ich das auch, über meinen Blogger-Instagram Account. Lass uns zusammen etwas erleben. Mein ganzer Körper schreit gerade "Mach was! Los! Ich will etwas erleben, ich will tanzen!" Warum also nicht? Das Leben ist so kurz und so unglaublich. Jede Sekunde könnte unsere letzte sein, warum also nicht jede auskosten? Lass uns das Leben genießen. Lass uns Fehler machen. Wir sollten bereuen und uns manchmal selbst dafür hassen, wir müssen gelegentlich traurig sein, wir müssen Leid ertragen, doch am Ende ist nur wichtig, ob wir unseren Spaß hatten. Alle reden von Geld und Arbeiten. Ich hab keinen Bock arbeiten zu gehen. Fertig aus. Ich bin 17 und habe noch 50 Jahre Arbeit vor mir, also verzeiht mir, wenn ich lieber kein Geld habe, dafür aber Zeit um einfach nichts zumachen. Und wenn man viel Geld hat, aber keine Zeit, wofür gibt man sein Geld dann aus? Für teure Kleidung und solche Sachen? Bestimmt für manche wichtig, aber ich fahre lieber auf schlechte Konzerte für 10€, trinke da nur Leitungswasser und schnorre mir Geld zum heimfahren zusammen, also auch nur einen Abend etwas ab sagen zu müssen, weil ich arbeiten muss. Nicht mit 17, nicht solange ich es nicht muss. Ich hab blaue Haare, wo soll ich denn bitteschön arbeiten? Es nervt mich, dass wir so jung schon anfangen müssen uns um Geld zu sorgen, das ist doch langweilig. Ich hab genug Geld um gut davon zu leben und das reicht. Ich bin so oft pleite, aber irgendwie ist das mit 17 noch ganz witzig, später ist es nämlich ziemlich kacke kein Geld zu haben, also habe ich lieber jetzt keins. Lass uns einfach weiter auf billige Konzerte gehen, billig Bier trinken und Essen in der Handtasche dabei haben.

Montag, 14. April 2014

There's a conclusion to my illusion

Ich wurde vor kurzem gefragt wie es eigentlich bei mir mit den Typen aussieht. Wir haben dann darüber geredet, warum ich keinen abbekomme. Früher hätte ich gesagt, dass mich einfach keiner will, aber so ist es nicht, ich will einfach keinen. Ich möchte keine "bessere Hälfte". Ich will niemanden der mich "vollendet". Klar, manchmal wäre es super nicht allein zu sein, aber ich muss lernen allein sein zu können. Egal wie viele Trennungen ich später noch durchmachen werde, wenn ich weiß, dass ich alleine Spaß haben kann, wie schwer sollen die schon werden? Ich soll aufhören den Männern zu erklären wie Dinge funktionieren, das mögen sie nicht. Aber so lernt man es, ich kann manchmal wirklich nervig sein, aber so bin ich. Ich werde niemals still und süß sein. Mein eigener Verdacht ist, dass meine blauen Haare auch ein paar Leute verscheuchen, dafür sind sie aber da. Wer mich nicht mit blauen Haaren mag, wird mich auch nicht mit blonden mögen. Warum müssen wir aufhören wir selbst zu sein, damit sich jemand in uns verliebt? Ich bin eben nicht für Beziehungen gemacht. Warum kämpfen wir so sehr darum geliebt zu werden? Ich liebe Menschen nicht, weil sie mir jeden Tag beweisen wie sehr sie mich lieben. Waghalsige Aktionen und Äußerlichkeiten machen uns nicht schöner. Eine entspannte Seele und strahlende Augen machen es. Wir alle wollen geliebt werden, aber wie weit sind wir bereit dafür zu gehen? Warum geben wir uns manchmal eine Zeit lang für einen Menschen auf? Warum denken wir, dass jemand der uns verletzt zu uns passt? Wie konnte es passieren, dass unser Ziel im Leben ist nicht allein zu sein? Ich habe darüber auch mit meiner Psychologin geredet. Wir haben da sehr ähnliche Ansichten. Es ist egal ob ich in 20 Jahren Singel oder vergeben bin, eine Freundin habe oder einen Ehemann, mit 20 Katzen zusammen lebe oder in einer WG solang ich zufrieden bin. Sollte Zufriedenheit nicht unser Ziel im Leben sein? Ich arbeite Tag für Tag daran. Du solltest es vielleicht auch machen. Wenn wir jeden Tag dankbar für das Gute in unserem Leben sind, werden wir vermutlich sehr schnell glücklich. Ich werde langsam besser darin. Ich könnte unglücklich sein, dass ich Singel bin oder ich freue mich auf über eine Zeit in der ich mehr über mich lernen kann. So habe ich im letzten Jahr festgestellt, dass ich nicht glücklich genug für eine Beziehung bin, ich will einfach keine. Was habe ich sonst noch gelernt? Leben macht ziemlich viel Spaß. Allein sein ist also gar nicht so schlimm. Und außerdem bin ich alles andere als allein! Wir vergessen in solchen Momenten oft unsere Freunde, die Familie, Haustiere oder einfach uns selbst. Und wenn wir uns mit uns selbst vertragen sind wir nie wirklich allein.

Mittwoch, 19. März 2014

We fight the setting sun

Kennst du das, wenn du einen Song hörst und er dich einfach in andere Welten entführt? Wenn er dir ein Gefühl gibt, dass nur ein paar bestimmte Dinge übermitteln? Ich kenne es nur zu gut. Dein Herz wird plötzlich ganz leicht und du lächelst. Für mich sollte sich 'verliebt-sein' auch so anfühlen, das macht es aber nicht, oder hat es bisher zumindest noch nicht. Wenn ich manche Lieder höre, denke ich mir, dass sich so Liebe anfühlen muss, ich meine nicht den Inhalt, sondern einfach das Gefühl, das ich habe. Mit 17 hat man irgendwie keine Ahnung von Beziehungen. Ich hatte bisher eine wirkliche, danach eine kleine Romanze, alles andere war, nun ja, nicht von Bedeutung. Je länger ich aber über meine Versuche mich zu verlieben nachdenke, desto bewusster wird mir, dass es nicht das ist, was ich will. Ich bin nicht bereit für eine Beziehung, nicht weil ich die alte nicht überwunden habe, das hatte ich ungefähr 2 Wochen später, sondern weil ich davor auch nicht bereit war. Ich hatte keine Ahnung, wer ich sein will. Kann man solche Beziehungen führen, wenn man mit sich selbst nicht klar kommt? Diese war jedenfalls ein einziger Reinfall. Jetzt sitze ich hier, bin gut ein Jahr Single und will das es so bleibt. Ist das albern? Ich genieße es mich mit mir selbst anzufreunden. Kennst du das? Wenn du merkst wie gut dir selbst manche Dinge tun? Du wirst ruhiger und glücklicher, ganz viele Probleme lösen sich von allein und du kommst einfach mehr bei dir selbst an. Es klingt so idiotisch. Wir müssen viele Sachen ausprobieren um zu verstehen wer wir sind und wo wir hinwollen. Wir müssen scheitern und wieder aufstehen. Weißt du wie gut es sich an fühlt, wenn du eine unbekannte Sache entdeckst, die dich unglaublich glücklich macht? Bei mir war es das verzichten auf Fleisch. Seitdem ich keinen Fisch, Huhn, Schwein oder was auch immer esse, fühlt mein Herz sich viel leichter an. Ich will bei meiner Ernährung an sich noch viel ändern. ich würde gerne ausprobieren, was Zucker in mir bewirkt, vermutlich ist er auch nicht so gut. Ernährung macht so viel Spaß wenn man es zulässt. Oder versuch doch mal eine neue Sportart. Ich habe Yoga für mich entdeckt und will nie wieder ohne es leben. Oder joggen, alles was den Geist frei macht, ist unglaublich gut. Versuch es doch mit zeichnen, oder malen, oder tanzen. Du wirst etwas finden, was dich glücklich macht. Manchmal müssen wir eben auch an Orten suchen, die uns vielleicht komisch erscheinen. Ich hab irgendwann durch Zufall mal einen Indie Song gehört, dann noch einen und noch einen, dann habe ich mir eine Cd gekauft und mir neue Klamotten gekauft. Anfangs habe ich sie nicht getragen, ich wollte zu sehr abnehmen und fand alles hässlich. Irgendwie lernte ich über die Musik dann neue Freunde kennen und ich verwandelte mich vollends. Ich trug früher immer nur schwarz, hörte sogar eine zeit lang Emocore und Death Metal (an sich keine schlechte Musik, aber so unpassend für mich), aß schlechte Dinge, hatte immer Angst und war super sensibel. Jetzt trage ich worauf ich Lust habe, meistens ist es doch farbig, tanze durch unser Haus, esse eigentlich nur noch Obst und Gemüse, treffe mich oft mit Freunde und liebe Sport. Wir müssen mit kleinen Dingen anfangen um glücklich zu werden. Wir können nicht erwarten, dass wir alles auf einmal änder können, oder das wir machen können was wir wollen. Wir müssen unser Glück langsam aufbauen, wir müssen vieles versuchen, manches sein lassen und vielleicht sollten wir am allermeisten versuchen um jeden Preis glücklich zu sein. Ich mache Dinge nicht um glücklich zu werden, ich mache das meiste weil ich Lust darauf habe. Wenn ich Lust habe zu tanzen, tanze ich. Wenn ich alleine zocken will, dann mache ich eben das. Das Leben beinhaltet so viele Möglichkeiten um Spaß zu haben, um glücklich zu werden. Warum genießen wir also nicht einfach mal das Leben, das Essen, den Schlaf oder das Nichts-tun?

Sonntag, 16. März 2014

Open your mind, believe it's going to come true

Ich liege im Bett und kann mein Bein nicht bewegen, weil es in so einer doofen Schiene drin ist. Ich bin auf dem Weg zum Bus gestolpert und hab mir das gesamte Knie aufgeschlagen, welches dann auch sehr langwierig genäht werden musste. Mir ist also ziemlich langweilig, trotzdem habe ich nicht gebloggt. Mir fällt einfach nicht ein, worüber ich schreiben soll. Mein Kopf ist vollkommen leer. Kein Gedanke bleibt wirklich lange bei mir. Aber eigentlich ist das gar nicht so schlimm. Mein Kopf kann sich erholen und ich habe viel über meinen Körper gelernt. Mein Körper macht sehr viel für mich, einen besseren könnte ich mir nicht wünschen. Mein Knie war bis zum Knochen auf, ich konnte am ersten Tag kaum mein Bein anheben und jetzt heilt mein Körper sich wieder. Ist das nicht unglaublich? Unser Körper kann so viele Sachen und er erträgt auch sehr viele. Es klingt vielleicht albern, aber ein Körper sollte wirklich wie ein Tempel oder ein Haus gepflegt werden. immerhin wohnen wir unser ganzes Leben in ihm. Wir sollten unseren Körper viel mehr achten. Ich habe mich lange selbst verletzt, zu tief verletzt. Aber für meinen Körper kämpfe ich gerne dagegen. Ich will nicht hören, dass es eine Phase war oder so etwas. Das ist es nicht, es ist jeden Tag ein Kampf. Doch der Kampf ist es wert. Ich finde es bemerkenswert, dass ich das geschafft habe. Wenn du auch so etwas geschafft hast, dann ist es genauso toll! Und auch wenn du dich nur einmal für deinen Körper und gegen deine Sucht entschieden hast, dann kannst du alles andere auch schaffen. Es geht dabei nicht nur darum sich zu verletzte, sondern auch darum nichts zu essen, zu viel zu essen, sich absichtlich zu übergeben, sich zu hassen, all diese Dinge. Aber wenn du einmal 'nein' dazu gesagt hast, dann kannst du das wieder machen! Fang an ja zu deinem Körper zu sagen, fang an glücklich zu sein mit deinem wunderschönen Gesicht, mit deinen traumhaften Augen! Bitte sag nie wieder, dass du hässlich bist, ja? Versprich mir und dir das. Schönheit kommt von innen mag nur irgendein Satz sein, um Leute aufzumuntern, die nicht dem Gesellschaftlichen Ideal entsprechen, aber hey, die schönste Frau die ich kenne, trug komische Klamotten, hatte ein Pferdelächeln und war einfach anders, aber ihre Art hat uns alle so mitgerissen, dass sie einfach schöner war als alle anderen, schöner als jedes Model. Und genauso kenne ich auch genug Menschen, die zwar unglaublich hübsch sein mögen, durch ihre Art aber alles kaputt machen. Warum sollte Schönheit also nicht von innen kommen? Ich bekam schon mehrmals gesagt, dass man 'mich schon ficken würde, wenn ich blond wäre'. Nein, danke. Blaue Haare sind toll, sie passen zu mir und machen mich glücklich, warum also etwas ändern? Nur damit ich ins Bild passe, damit man auf mich steht? Die Meinung anderer sollte nicht so viel wert sein, dass man sich selbst ein Stück weit aufgibt.

Samstag, 8. Februar 2014

Why are we losing time

'Bedankt euch bei eurem Körper für das gemeinsame Üben.' 
Meine Yogalehrerin
Wir sollten uns nicht nur für das gemeinsame Üben bedanken, wir sollten unserem Körper danken, dass wir in ihm leben dürfen, dass er uns trägt und so viel mitmacht. Unser Körper beschützt uns und wir hassen ihn, wir wollen einen anderen, wir wollen unseren Körper verändern, wir verletzen uns selbst und zerstören unseren Körper immer mehr. Dabei vergessen wir das unser Körper unsere Narben verschwinden lässt, er ist stark und versucht uns alles zu ermöglichen. Wir müssen unseren Körper aber auch pflegen. Wir müssen essen, wir sollten Sport treiben, wir sollten einfach mal nicht machen, wir sollten nicht einfach alles an unseren Körper lassen, wir sollten anfangen unseren Körper zu lieben. Ich war gestern auf einer Party und habe mit ein paar Freundinnen über unsere Körper geredet und keine mochte ihren, egal wie perfekt die Figur zu sein schien. Was hat uns alle dazu bewegt unseren Körper zu hassen? Wir wollen schlanker sein, wir wollen 100 Dinge ändern und vergessen dabei alles was wir an unserem Körper lieben. Wir vergessen, dass andere uns schön finden können. Ich habe verlernt meine Figur einzuschätzen, ich weiß nur, dass ich zu dick bin, was meine Freunde leugnen, aber ich sehe es einfach nicht. Wie konnte sowas passieren? Ich habe das Gefühl in den letzten Monaten gefühlte 10kg zugenommen zu haben, ich habe das Gefühl, dass meine Beine mich nicht mehr tragen können, aber das ist total Quatsch und wenn es dir genauso geht, ist es bei dir vermutlich auch ziemlicher Unsinn. Vermutlich trägst du Größe 36 und bist einfach bezaubernd. Oder du trägst Größe 42 und bist bezaubernd, oder 32, oder was auch immer. Ich bin mir ganz sicher, dass du ein wundervoller Mensch bist. Du hast es verdient glücklich zu sein. Aber für unser Glück müssen wir arbeiten, es kommt nicht einfach so. Wir müssen aufhören Glück oft nur in großen Dingen zu sehen. Du lebst, das ist Glück. Du kannst lesen, du kannst fühlen, du kannst lachen. Wir sollten viel zufriedener mit unserem Leben sein. Wir haben nur dieses eine Leben, also warum versuchen wir nicht einfach das Beste daraus zu machen? Wenn du ein Ziel hast, dann fang jetzt sofort damit an es zu erreichen. Es spricht nichts dagegen. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

I caught the sun on my way home

"Ich habe eine Cola getrunken, eine richtige. Ekelhaft. Wie kann ich nur so viel Zucker in mich reinkippen? Zum Glück hab ich danach nicht noch was gegessen. Das wär doch echt krank!"
Ich, am 11.12.11

Ich sollte eigentlich schon lange im Bett sein und schlafen, aber ich verschiebe und lösche gerade noch ein paar Post von diesem Blog und da viel mir das auf. Wie kann es krank sein zu essen? Wie kann etwas lebensnotwendiges schlecht für uns sein? Ich muss gestehen, ich mag den Gedanken zu essen bis heute nicht so gerne, aber ich weiß, dass es nicht krank ist eine Cola zu trinken und etwas zu essen. Bitte denk sowas nie von dir. Wenn du 10 Gläser Cola an einem Abend trinkst und dich sonst gesund ernährst, dann trinkst du eben 10 Gläser Cola an einem Abend. Und wenn du dann noch etwas isst, dann ist das eben so. Du musst dich nicht bestrafen, nur weil du einmal nicht auf deine Ernährung achten konntest. Das passiert uns allen, das gehört zum Leben dazu. Du darfst nur nie wegen einem Fehler aufgeben. Mein Gott, wir sind jung! Und wenn du eine Tafel Schokolade essen willst weil es dir kacke geht, dann iss halt diese Tafel Schokolade. Und wenn dein Arzt sagt, dass du dringend abnehmen musst, dann iss sie nicht, dann gehst du eben laufen, oder schwimmen oder was auch immer. Hauptsache du machst etwas gegen deinen Schmerz. Mach einfach alles um deinen Körper zu lieben. Wenn du deine Körper liebst, liebt dich dein Körper. Mach nicht die ganzen dummen Fehler, die ich gemacht habe. Was hat es mir gebracht an diesem Abend nicht zu essen? Vermutlich schlechte Laune, einen leeren Magen und bis heute kann ich weder einschätzen ob ich Hunger habe, noch wie ich aussehe. In meinen Augen bin ich unglaublich unförmig, aber das ist Quatsch. Wenn deine Freunde sagen, dass du hübsch bist, dann ist da auch was dran. Glaub es ihnen, glaub es mir. Du bist bezaubernd.

Montag, 3. Februar 2014

We wish and all we do is wait

Am Ende meines Lebens möchte ich nicht das Gefühl haben auch nur einen Tag verschwendet zu haben. Ich will meine Gedanken ausgesprochen haben, ich will Menschen bewegen, ich will gehört werden und verstehen. Man sagte mir diesen Sommer sehr oft ich hätte sterben können, ich wäre eigentlich tot und jetzt weiß keiner was es eigentlich war. Egal was es war, ich lebe. Ich atme, denke und fühle. Es gibt viele Bücher und Filme über diesen plötzlichen Sinneswandel, dieser Wechsel der Ansichten nach so etwas. Ich will nicht sagen, dass ich jetzt all die Menschen verstehe, die Krebs überlebt haben oder andere schlimme Dinge, aber ich will sagen, dass es sich nicht lohnt mit dem leben zu warten bis man einen Schlaganfall hat. Es lohnt sich nicht zu warten ob etwas passiert, wir sollten nicht auf die Liebe warten, sondern die Liebe zu uns selbst finden. Wir sollten anfangen unseren Traum zu leben. Wenn wir unglücklich sind, sollten wir das nicht als Phase abtun und hoffen das alles wieder besser wird. Keiner wird es besser machen können außer dir selbst. Ich bin 16, ich habe keine Ahnung vom Leben oder wie alles funktioniert, aber ich weiß, dass wir so viel aus uns machen können, ich weiß, das unsere Vergangenheit nicht unsere Zukunft bestimmt. Mein Vater hat viel Mist gebaut, trotzdem heißt das noch lange nicht, dass ich sowas auch mache. Weil wir früher anders waren, heißt das nicht, dass wir uns immer ins negative verändern. Wir werden in unserem Leben viele Freunde verlieren, unser Herz wird wieder und wieder gebrochen werden, wir werden krank sein und wir werden leiden. Wir können uns nicht davor verstecken. Warum machen wir es dann? Warum verschließen wir unser Herz und leiden darunter? Es ist nicht besser. Wer liebt wird verletzt und wer nicht liebt verletzt sich selbst. Ich werde lieber vom Leben verletzt als mich selbst zu verletzten, mich zu isolieren. Einsam sein macht keinen Spaß. Aber genau den können wir im Leben haben, auch ohne andere zu verletzten. Wir können schreien und tanzen, wir können nachts schwimmen gehen, auf Bäume klettern, uns verlieben, im Gras liegen, uns betrinken, singen, neue Leute treffen, wir können verzweifeln und später darüber lachen. Die Welt steht uns offen. Wir können nicht alles und wir haben keine Superkräfte. Ich finde die Aussagen "das macht uns menschlich" hier fehl am Platz. Das macht uns nicht menschlich, unsere Schwächen machen uns liebenswert. Ich mag meine Freunde weil sie so viele Komplexe haben, weil sie mich verstehen. Wir brauchen keine Menschen mit Schwächen und Fehlern, wir brauchen nur Menschen die unsere Fehler und Schwächen teilen oder zumindest verstehen. Unser Leben wird viel schöner wenn es gefüllt ist mit Freunden, mit ihnen macht jeder Untergang viel mehr Spaß, unser Herz heilt schneller und wovor außer dem Tod sollten wir uns denn fürchten? Am Ende sterben wir, alles was davor ist sollten wir also mit Leben füllen. Aber warum lassen wir uns immer wieder davon abhalten? Ich lebe so gerne. Du solltest es auch. Momentan langweile ich mich viel, aber das wird sich ändern. Spätestens im Sommer. Wir sollten uns nicht immer von unsere Vergangenheit, unseren Ängsten oder unseren Schwächen aufhalten lassen. Du bist nicht dünn? Ich auch nicht, ich werde es auch nie sein, trotzdem kann ich weg gehen, ich kann tanzen und lachen. Du findest dich nicht schön? Ich mich auch nicht, ganz im Gegenteil sogar, aber vermutlich sind wir beide für viele Menschen ziemlich hübsch. Bitte lass dich niemals von anderen einschränken, nimm Rücksicht, aber bitte sei du selbst. Wenn du eine Glatze haben willst dann schneid dir eine Glatze und wenn du gerne ein Tattoo im Gesicht haben willst, dann mach es. Ich kann dich nicht aufhalten. Du kannst machen was du willst mit deinem Körper, pass nur auf ihn auf, du hast nur einen. Dein Körper ist wunderbar so wie er ist, er wird dir zu erkennen geben, wenn du etwas ändern musst. Er wird dir zeigen wann du zu dick bist und wann zu dünn, nicht die Gesellschaft. Leben macht so verdammt viel Spaß.


Montag, 6. Januar 2014

All we can do is keep breathing

Ich habe beschlossen, solange mit keinem Typen etwas anzufangen oder auch nur mit einem zu flirten, bis ich mit mir selbst klar komme. Ich will nicht wieder aus der Bahn geworfen werden, nur weil ich jemanden mag. Verstehst du was ich meine? Ich will es dieses Jahr schaffen mich wirklich zu mögen, einfach akzeptieren wer ich bin, an meiner Figur arbeiten, mein Aussehen verbessern und vor allem will ich so aussehen, dass ich damit zufrieden bin. Das ist eine harte Aufgabe, aber sie wird es doch wert sein, oder? Ich will nicht ständig an mir zweifeln, ich will mich nicht mehr hassen, ich will keine Angst mehr vor mir und meinem Körper haben. Ich will wieder mehr lesen, mehr träumen, mehr lernen, mehr hoffen. Am meisten will ich einfach keine Angst mehr vor mir haben, ich habe das Vertrauen zu meinem Körper verloren und das finde ich ziemlich scheiße. Ich hoffe so sehr für dich, dass du immer auf dich selbst vertrauen kannst. Du kannst nämlich alles schaffen was du willst. Es wird lang dauern, es wird schwer, ab und an wirst du vielleicht auch scheitern, trotzdem bist du am Ende der Gewinner. Gewinnen ist nicht immer nur das zu bekommen, was man wollte, vielleicht stellt man mittendrin fest, dass es nicht das richtige ist und kehrt um, geht neue Wege, trifft neue Menschen, lernt das Leben kennen. Wir sollten nicht immer nur geradeaus gehen, nur weil es leichter ist. Ist es nicht faszinierend, wie eine Kleinigkeit unser ganzes Leben ändern könnte? Ich besuche gerade die gymnasiale Oberstufe und ich fühle mich furchtbar fehl am Platz. Ich passe da nicht hin. Trotzdem muss ich diesen Weg wohl gehen, außer es kommt spontan eine Schule, die mir das Abitur bietet und mich trotzdem anders denken lässt. Mit jeder Klausur die wir zurück bekommen, fühle ich mich dümmer und dümmer, egal wie gut sie ausgefallen ist. Ich belüge mich selbst in Deutschaufsätzen und verliere meine Leidenschaft für Wörter, weil meine Worte niemanden kümmern. Meine Liebe zur Astrophysik oder Chemie verkümmert Tag für Tag mehr. Trotzdem mache ich weiter. Trotzdem denke ich, dass es das Richtige für mich ist. Es gibt keine Alternativen. Leistungen sind wichtig in unserer Welt, wir müssen schlank sein, sportlich am besten auch, natürlich auch noch intelligent und hübsch, wohlerzogen nicht zu vergessen, wenn wir dann auch noch glücklich sind, ist alles perfekt. Warum reicht es nicht mehr aus man selbst zu sein? Warum stirbt die Leidenschaft für etwas, dass ich nicht verstehe? Ich bin wohl irgendwie von meinem Weg abgekommen. Ich dachte immer, dass ich mein Abitur mache und dann studiere, dann suche ich mir einen Job und lebe glücklich. Warum habe ich jetzt angefangen zu zweifeln? Ich will studieren, ich will mehr wissen, mehr lernen, aber nicht für dieses Preis. Die Oberstufe ist hart, nicht wegen dem frühen Aufstehen oder wegen den Klausuren, sondern weil ich mich schrecklich allein fühle. Aber ich schaffe das. Es sind nicht mal mehr 3 Jahre. Der Weg durch die Oberstufe ist steinig und tut mir sehr weh, aber das schöne daran ist, dass ich danach noch keinen Plan habe. An sich würde ich immer noch gerne studieren, aber ich weiß nicht was. Mein Herz sehnt sich aber auch nach anderen Ländern. Hast du einen Plan oder gehst du einfach nur einen Weg? Egal was du vorhast, du wirst es schaffen. Du bist stark und wunderschön und egal wie oft du zweifelst oder scheiterst, lass dich niemals unterkriegen.

Love


Samstag, 28. Dezember 2013

Sometimes I feel like throwing my hands up in the air

Das Jahr ist bald vorbei. Wir setzen uns Ziele und hoffen sie auch zu erreichen, wie jedes Jahr. Ich habe die selben Ziele wie jedes Jahr. Ich will mehr Sport machen, besser aussehen, die Schule meistern. Seit Jahren nehme ich mir nur das vor, um ehrlich zu sein, weiß ich auch gar nicht was ich mir sonst vornehmen könnte, das Leben ist so ungewiss. Ich habe natürlich höhere Ziele im Leben, aber in einem einzigen Jahr kann ich nun mal nicht alles schaffen. Ziele sind Projekte, die meistens ewig brauchen. Stell dir vor, du willst zu dir selbst finden. Dafür kannst du 2 Wochen oder 5 Jahre brauchen, oder dein ganzes Leben. Manche finden vielleicht auch nie heraus wer sie sind. Ich wüsste sehr gerne wer ich bin. Ich habe mir etwas anderes vorgenommen, nicht zum neuen Jahr, sondern an sich, etwas, dass ich schon lange hätte machen sollen. Ich werde mit Menschen und Dingen, die mir nicht gut tun nichts mehr zu tun haben. Viele Bekannte von mir machen das. Sie tun so als könnten sie sich super gut leiden und dabei merkt man sehr deutlich, dass es wohl nicht so ist. Bemerken sie dann überhaupt, dass sie sich nicht leiden können? Oder die Leute, die nicht bemerken, dass sie einen schon oft genug im Stich gelassen haben und trotzdem denken, dass man noch mit ihnen befreundet wäre. Das ist alles sehr verwirrend. Ich habe also beschlossen mit diesen Menschen umzugehen, wie mit Bekannten, die man ewig nicht gesehen hat. Man ist freundlich, würde ihnen aber niemals alles erzählen. Und mit den Menschen, die mir mit ihrer Art weh tun, mit denen gehe ich gar nicht mehr um. Ich habe Freunde, nur eine Hand voll, aber das sind echte Freunde. Dazu kommen noch ungefähr 1.000 gute Bekannte, Menschen die mir gerne alles erzählen können, sie bekommen Rat und Hilfe, aber ich werde ihnen nichts erzählen. Nach ihnen folgen die flüchtigen Bekannten, die wohl jeder hat, man ist nett zu ihnen und mehr nicht, mit ihnen gehe ich um wie mit Fremden, nett und distanziert. Zu guter letzt sind da noch die Leute, mit denen ich nicht klar komme, ich will nicht sagen, ich mag sie nicht, ich kommen eben nicht mit ihnen klar. In der Gruppe sind wahrscheinlich Menschen, die selbst denken, dass ich sie mag. Freundschaften sind verwirrend. Meine engsten Freunde sind unglaubliche Menschen. Ich könnte Millionen Erinnerungen erzählen, ich könnte Stunden lang von der Zeit mit ihnen schwärmen. Sonntag feiern wir wieder zusammen, natürlich auch mit anderen. Es wird gut, ganz sicher. Weil alles gut wird. Das Leben ist gut. Manchmal haben wir Angst davor älter zu werden, ich auch. Viele Sachen kann man später einfach nicht mehr machen, man verliert sich aus den Augen und all diese Dinge. Aber ich will nicht in Angst vor der Zukunft leben, wenn das hier und jetzt wunderbar ist. Die Zukunft liegt in unseren Händen. 

Love


Dienstag, 10. Dezember 2013

I won't quit cause I want more

Wir waren Freitag in unserer Kneipe. Eine Freundin stellt mir jemanden vor, der mich wohl ganz toll findet. Allerdings kannte ich ihn nicht und je länger wir uns unterhielten, desto weniger wollte ich ihn kennen. Er ist nett. Mehr kann ich kaum sagen. Das erste was ich von meinem Ex-Freund dachte war, was er doch für ein Idiot sei. Nun frage ich mich, sind meine Ansprüche höher geworden oder bin ich einfach gerne Single Warum habe ich nicht mehr das Bedürfnis nach Zweisamkeit? Bin ich etwa einfach zufrieden mit dem was ich habe, mit dem was ich bin? Ich bin nicht alleine. Früher dachte ich oft, dass wer nicht in einer Beziehung steckt einsam ist, aber das stimmt überhaupt nicht. Einsamkeit fühlt sich anders an, Einsamkeit bedeutet nicht Freunde zu haben, an den Wochenenden etwas zu erleben und vor Glück zu strahlen. Einsamkeit birgt eine gewisse Leere in sich und mein Leben ist alles andere als leer. Alles ist so voll, laut und bunt. Es ist als würde ich mich in lauter Konfetti drehen, als würde sich das Leben von alleine lösen. Ich habe mich verändert. Ich lebe gerne. Ich will jede Sekunde auskosten. Trauer, Angst und Zurückweisung. Davon bleiben wir alle nicht verschont. Wir können daran wachsen oder daran zerbrechen. Aber was zerbrochen ist, kann man nur schwer reparieren und was wächst, wird stärker. Wir sind jung. Ich sage das so oft und es ist so wichtig. Jugend. Wir wissen nicht viel, müssen noch viel lernen, erkennen unseren Weg, verlieren ihn und versagen. Aber wir tanzen auch im Regen, weinen vor Glück, verzeihen Fehler und üben uns in unseren Stärken. Warum sollten wir also unzufrieden mit der Jugend sein? Viele sagen mir, wie schön es wird, wenn ich erstmal 18 bin, weil ich dann alles machen kann. 18 sein wird nicht viel ändern. Wir werden nicht plötzlich aufwachen und erwachsen sein. Wir können in bessere Clubs, Autofahren und hochprozentigen Alkohol kaufen, aber was ändert das schon? Ich fiebere der 18 nicht mehr entgegen. Ich bin viel zu froh darüber jung zu sein. Was gibt es für ein schöneres Alter als dein jetziges? Du denkst, früher war alles besser oder wenn du älter bist, kannst du viel mehr? Aber es ist nicht früher und du bist auch nicht älter. Wir haben dieses eine wunderbare Leben und ich klinge bestimmt dumm und albern, aber warum machen wir nicht einfach das Beste daraus? Trauern gehört zum Leben dazu, genauso wie Leid. Trotzdem sollten wir versuchen uns auf die guten Seiten zu konzentrieren. Ich habe keine Ahnung vom Leben oder vom Leiden. Wozu auch? Reicht es nicht, dass ich weiß, was es für mich bedeutet? Wenn Leid für dich bedeutet verlassen zu werden, dann ist das so. Wenn es bedeutet Streit zu haben, dann ist es eben so. Wir können nicht eindeutig sagen was schlimm ist und was nicht. So ist es auch bei Glück. Für den einen ist es Liebe, für den anderer ein Schmetterling. Wie sollen wir also sagen, dass wir etwas drüber wüssten, wenn wir doch nur wissen, was es für uns bedeutet? Für mich ist Glück unter anderem Zeit. Zeit für meine Freunde, zum Lesen, zum Schreiben. Zeit ist etwas von dem wir alle etwas haben, nicht viel, aber auf eine gewisse Art haben wir sie alle. Und deshalb sollten wir sie auch nutzen. Leben ist schon etwas Tolles.

Love


Mittwoch, 20. November 2013

We are waves

Ich hatte heute Nacht einen unglaublich tollen Traum. Ich war ein starkes, selbstbewusstes Mädchen und ein Junge mochte mich wegen meinem Äußeren. Jedenfalls waren ein paar Freunde und ich in diesem Traum campen, unter anderem auch meine beste Freundin, und irgendjemand sagte etwas nicht so nettes zu mir und ich konterte einfach so (gut, das ist nicht das besondere, dass mache ich jetzt ja auch manchmal). Daraufhin sprach mich ein Kerl an und sagte, dass mein Äußeres ihn gefesselt hätte und ob er mich auf etwas zu trinken einladen dürfe. Ich nahm ein Wasser. Wir redeten und irgendwann küsste er mich. Er war stolz mit mir gesehen zu werden, ich hab das Gefühl, noch nie war jemand stolz darauf mit mir gesehen zu werden. Ich liebe solche Träume. Man kann angeblich nur von Leuten Träumen die man schon mal gesehen hat, gut für mich, dass heißt nämlich, dass es das Äußere von diesem Hottie gibt. Und wenn es ihn gibt, warum sollte es dann auch nicht mein starkes und selbstbewusstes Ich geben? Im letzten Jahr hat sich so viel geändert, warum nicht auch in diesem? Seit April bin ich größer, sportlicher, zufriedener, erfahrener, glücklicher und freier geworden. Vielleicht werde ich bis Mai selbstbewusster und etwas schlanker? Die Zukunft liegt in unseren Händen, also sollten wir auch etwas daraus machen. Ich will es schaffen, dass eines Tages ein Kerl kommt und mich kenne lernen will, weil er mein Äußeres toll findet, nicht mich kennen lernt und mein Äußeres akzeptiert. Ich will mein Äußeres akzeptieren. Du solltest dein Äußeres akzeptieren. Wir alle haben nur einen Körper und es liegt an uns etwas daraus zu machen. Als Kind wollte ich immer Vegetarier sein, ich war so fasziniert von diesen Menschen die auf den Genuss von Fleisch verzichten können. Und jetzt? Bin ich selbst Vegetarier, verzichte auf Leder und weitestgehend auf sämtliche tierischen Produkte. Jetzt will ich zu den selbstbewussten Mädchen gehören, die mit ihrer Art alle in ihren Bann ziehen. Wer sagt also, dass ich das nicht auch schaffen kann? Wer sagt, dass du deine Ziele nicht erreichen kannst? Wir sollten uns nicht selbst im Weg stehen. Als Kind habe ich nicht nur Vegetarier toll gefunden sondern auch Fleisch geliebt, dann sind meine Mom und ich von ihrem Ex Mann weg, er hat Fleisch geliebt und auch jeden Tag gegessen. Nach einiger Zeit allein fragte ich meine Mom ob wir mal eine Vegetarische Woche machen könnten. Und dann, einfach so wurde aus der Woche ein Leben. Von jetzt auf gleich hatte ich genug. Seit dem bin ich glücklicher. Warum soll dir das nicht auch passieren? Manchmal kommen wir plötzlich dazu unsere Ziele zu verfolgen. Vielleicht wachst du morgen auf und bist selbstbewusst. Vielleicht liest irgendjemand mal was ich schreiben und es macht ihn glücklich. Vielleicht gibt es die Chance, dass wir alle irgendwann zufrieden sind. Anfangs sagten viele zu mir, meine Ernährung wäre eine Phase. Langsam sollte ihnen bewusst sein, dass es nicht so ist. Sie dachten ich würde scheitern. Und jetzt kann ich sagen, es geht mir unglaublich gut. ich vermisse nur manchmal Fisch, aber welchen Wert hat ein totes Tier auf meinem Teller im Vergleich zu guter Laune, neu entdeckten Lebensmittel und einer besseren Mentalität? Ich habe angefangen zu lesen was ich esse, ich ernähre mich viel bewusster. Ist der Fisch nun also der Preis den ich zahlen muss oder eher ein Beweis dafür, wie stark ich sein kann? Wenn ich es kann, kannst du es auch. Du willst einen Marathon laufen? Dann lauf einen Marathon. Wir sind jung, wir sind frei. Wir können noch alles aus uns machen. Und ich will schlanker und selbstbewusster sein. Also werde ich es. Sport ist toll, gesunde Ernährung ist toll, einzig und allein mein Kopf und mein Körper stehen mir ab und an im Weg, aber immer weniger. Die Zeit vergeht schnell, also sollten wir das Beste aus ihr machen. Wir sollten anfangen für das zu leben was wir wollen. Wir sollten unsere Ängste bekämpfen. Wir sollten die Welt entdecken. Und ich fange gerade erst damit an. Die Welt bietet uns so viel, wir sollten dieses Geschenk annehmen. Woher sollen wir wissen, ob wir etwas mögen oder nicht, wenn wir es nicht versucht haben? Neues entdecken gehört zu den schönsten Dingen am Leben. Neue Freunde treffen und all diese Sachen sind unbezahlbar. Ich liege zwar krank im Bett, aber trotzdem kann ich doch damit anfangen schön und stark zu werden, oder? Glaub an dich.

Love


Montag, 18. November 2013

You know you're wasting your time

"Ich mochte dich anfangs nicht, weil du anders bist. Aber du bist wirklich ok." Keine Ahnung was ich davon halten soll. Was macht mich den anders? Meine blauen Haare? Meine Art? Ich falle aus dem Rahmen, aber eigentlich sind wir alle uns ziemlich ähnlich, nur das manche eben sie selbst sein wollen und andere wie andere, sie wollen sich anpassen. Ich gebe dir nun eine Rat. Es ist vollkommen egal ob du dich anpasst oder nicht, wenn jemand dich hassen will, wird er das machen. Egal wie du bist. Das hab ich nach einigen Jahren begriffen und kann mich ausprobieren, versuchen mich zu finden. Wozu sollen wir uns eigentlich selbst aufgeben, damit wir anderen gefallen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Lange (dunkel-)blonde Haare, Mittelscheitel, groß, dünn, am besten noch sportlich, vergeben (er sollte intelligent sein), die Kleidung sehr zurückhalten und meistens sportlich-elegant, also der Inbegriff von Jeans mit T-Shirt oder niedlichen Blusen/Pullovern, Chucks oder Nikes, ab und zu auch süße Kleidchen, ab und an auch mal "Hipstersachen" und nicht zu vergessen das obligatorische Lächeln. Wie viel Prozent der deutschen Mädchen habe ich damit wohl beschrieben? In meinem Umfeld ungefähr 80%. Nun aber die viel interessantere Frage. Wie viele davon wollen wohl genau so aussehen? Ich besitze eine Jeans. Ich mag sie aber nicht. Ich hab ein paar Nikes, sie sind ganz ok, relativ bequem, aber nicht wie meine Docs. Diese Schuhe sind der Himmel auf Erden! Ich trage sie ständig und sie sind schon total kaputt, die Sohle ist halb ab, genauso wie die Farbe. Aber diese Schuhe passen so zu mir. Jedes Kleidungsstück das ich besitze passt zu mir, wenn nicht ziehe ich es nicht an. Ich bin zu dick für enge Jeans und in süßen rosa Pullovern sehe ich ziemlich affig aus. Aber ich will sie auch nicht anziehen. Jedenfalls, was macht mich nun anders? Das ich im Gegensatz zu vielen anderen versuche zu sein wer ich bin? Bist du den anders? Sind wir nicht alle anders? Und warum zur Hölle verurteilen Leute so schlimm, dass sie dich regelrecht fertig machen, ohne dich auch nur zu kennen? Ich versuche das immer zu lassen, ich hasse sowas. Ich hasse es auch wenn ich das mache. Wir sollten Menschen zumindest eine Chance geben. Vielleicht stellen diese Jungs irgendwann fest, dass ich mehr als ok bin, wer weiß. Aber zumindest sollte ihnen bewusst sein, dass aus dem was war keine Freundschaft mehr werden kann. Ich brauche keine Freunde, die andere zum Weinen bringen, weil sie anders sind. Das mag verurteilend sein, aber ich hab ihnen eine Chance gegeben, sie haben mir weh getan und das war es. Ich mag es so zu sein, ich mag es blaue Haare zu haben, verletzlich zu sein, zu tragen was ich will, echte Freunde zu haben, Träume zu haben, für meine Entfaltung und mein Glück zu kämpfen und ich mag es noch nicht zu wissen wo ich hin will. Viele Leute mögen so Sachen, sind sie dann alle anders, oder sind wir gleich?

Love


Dienstag, 12. November 2013

Let's savor what we're falling over

Das große "Vielleicht". Eine Freundin und ich haben darüber geredet. Wir stehen momentan alle irgendwie still, keiner entwickelt sich weiter. Alles was wir überlegen, bekommt ein Vielleicht aufgedrückt. Ich mag das nicht. Ich will nicht im Vielleicht leben. Also suche ich einen Weg mich zu entwickeln, ohne neue Leute zu treffen, oder die Wochenenden auf Partys zu verbringen, weil das scheint momentan einfach nicht zu funktionieren. Das Geld ist knapp und es wird kälter, zusätzlich verlangt die Schule einiges und vor 4 bin ich nie zu hause, dazu kommen Führerschein und Sport. Wie kann ich mich also weiterentwickeln? Vielleicht mache ich einfach für mich alleine zu hause Sport. Momentan beschäftige ich mich aber eher damit herauszufinden wer ich sein will. Bevor ich versuche etwas zu ändern sollte ich vielleicht erstmal wissen, was genau ich ändern will. Ich will Musik hören die mich glücklich macht, Kleidung tragen in die ich mich immer wieder neu verliebe, Freunde haben, denen ich die Welt schenken will und vor allem will ich einfach mit mir selbst zufrieden sein. Das mit der Musik ist kein Problem, die habe ich schon lange gefunden. Kennst du das? Du machst eine Band oder einen Song an und all deine Probleme sind auf einmal gelöst? Du willst einfach nur Stunden lang da liegen und Musik hören? Du suchst immer weiter nach Bands, willst mehr davon. Ich glaube, dass die Sucht nach guter Musik eine gute ist. Freunde habe ich auch wirklich tolle. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Ich liebe sie und kann auf sie zählen. Kleidung ist etwas anderes. Ich bin mit meinem Körper nicht sonderlich zufrieden, also logischerweise auch nicht mit meiner Kleidung, beziehungsweise mit meiner Kleidergröße. Aber es wird besser und das ist das Wichtigste. Ich nehme lieber langsam ab, dafür aber richtig.
Ich habe das Gefühl momentan nicht die richtigen Worte zu finden, für das, was in mir vor geht. Meine Gedanken kreisen so herum und nichts ist klar. Aber in den nächsten Tagen, finde ich bestimmt die richtigen Worte. Momentan bin ich mehr auf Tumblr unterwegs und höre einfach Musik. Mein einziger Gedanke ist Glück. Ich frage mich was es ist, wie man es erreichen kann und wo Glück anfängt. Glück ist so einfach und doch so kompliziert.

Love


Mittwoch, 6. November 2013

You travelled through the fog

Mir fehlen ein wenig die Worte. In meinem Kopf gibt es kaum einen Gedanken der länger als eine Minute bleibt. Die ganze Welt rast um mich herum und keiner ist da, der kurz die Zeit für mich anhält. Es klingt so dumm, aber ich fühle mich einsam. Aber nicht wie ich mich sons einsam fühle. Ich sehne mich nicht nach einem Freund oder irgendetwas, auch nicht nach Umarmungen oder so, einfach jemand der mein Herz wärmt. Einfach das jemand da ist, der mein Leben heller macht. Schon viel zu lange habe ich keine neuen Freunde gefunden, was an sich nicht schlimm ist, immerhin habe ich wirklich tolle Freunde, aber Fremde die zu Freunden werden, sind eben etwas wunderbares. Weißt du was ich meine? Neues entdecken hat viele Seiten. Es kann unglaublich schief gehen, es kann aber auch klappen. Hier dazu eine kleine Geschichte aus meinen letzten 2-3 Wochen: Eine gute Freundin war bei mir und abends war bei uns in der Stadt ein, sagen wir, allgemeines Besäufnis. Wir liefen so rum, schon etwas angeduselt, und plötzlich fragte mich jemand nach Feuer. Eine Gruppe von drei Jungen versuchte Zigaretten anzuzünden, also gab ich ihnen Feuer (dazu sollte ich vielleicht sagen, dass mir eins der zwei Feuerzeuge geklaut worden ist). Wir kamen ins Gespräch. Es war ziemlich lustig, ich merkte mir keinen Namen, wozu auch? Wir wollten ja gleich weiter gehen. Meine Freundin fand das alles ziemlich witzig, also redeten wir weiter mit ihnen. Ich war so ins Gespräch vertieft, dass ich gar nicht merkte was eigentlich los war. So fanden wir uns auf einem Parkplatz wieder. Es war also Nacht, wir standen mit 3 oder 4 fremden Typen auf einem abgeschieden Parkplatz und zumindest ich hatte keine Ahnung was los war. Da packte einer einen Joint aus und wir begannen wieder alle fröhlich zu plaudern. Es war dumm, es war leichtsinnig, aber ich hatte Spaß. Es hätte sonst was passieren können, aber es ist nichts passiert. Stattdessen machten mir ein paar Typen hübsche Augen und einer freut sich schon auf unser Wiedersehen. Keine Ahnung warum wir das gemacht haben. Es ist total dumm und nochmal würde ich das niemals machen, aber das Glück ist eben mit den Dummen. Ist dir das auch schon passiert? Du machst total leichtsinnige Sachen und bist dir im Nachhinein dessen auch bewusst, aber wenn du gerade dabei ist, fällt es dir gar nicht auf? Dieses Glück ist unglaublich hilfreich. Wer weiß wo ich jetzt sonst wäre. Oder du. Aber es ist nicht so weit gekommen. Wir sind Glückskinder. Manchmal vergessen wir das nur leider. 

Love


Sonntag, 3. November 2013

Lover to Lover

Ich wollte eigentlich mit einem Zitat über Glück anfangen, aber ich suche und suche und keins passt zu dem was ich sagen will. Es gibt wirklich schöne, aber es ist eben nicht das, was ich zum Glück sagen will. Ich weiß auch eigentlich gar nicht was ich zum Glück sagen soll. Glück hat so viele Facetten. Wo ist es kein Glück mehr, sondern Zufriedenheit? Ich denke momentan viel darüber nach. Ich bin zufrieden, vieles läuft bei mir nicht gut, ich habe viel Angst, aber trotzdem bin ich nicht unglücklich. Irgendwas hat sich in meinem Kopf verändert. Vielleicht sind an meiner Mauer einfach Blumen gewachsen. Ich möchte nicht behaupten immer glücklich zu sein, oder immer zufrieden, aber ich bin es oft. Schritt für Schritt wachse ich an meiner Vergangenheit und werde mehr so wie ich sein will. Ich weiß, ich bin 16, meine Meinung wird sich noch 100 Mal ändern, aber was wenn nicht? Was, wenn ich vielleicht doch schon etwas reifer bin? 16 ist noch unglaublich jung, allerdings weiß ich nicht wie viel von meinem Leben ich schon erlebt habe. Ich hoffe doch, dass zumindest die nächsten 16 Jahre auch so verlaufen werden. Von Katastrophe zu Katastrophe, von Verlust zu Verlust. Solang man immer wieder aufstehen kann, ist das nämlich nicht schlimm. Es macht mich zu keinem schlechten Menschen, wenn ich sage, dass ich viel Scheiße erlebt habe. Es macht auch dich nicht zu einem. Das ist so. Wir alle erleben Verluste und wir scheitern. Rückblickend ist es nur wichtig, dass Gute im Schlechten zu finden. Das Gute an meiner Krankheit: Im Krankenhaus hat meine Mom meine Narben gesehen. Ich musste es ihr nicht erklären und jetzt bekomme ich auch noch eine Therapie! Glück im Unglück. Mein Vater war mir kein guter Vater, er ist weg und ich muss mit vielen Sachen selbst fertig werden. Deshalb bin ich stark geworden, ich kann viel aushalten. Wir haben jahrelang bei einem Alkoholiker erlebt und er hat seinen Teil getan, mich vollkommen zu zerstören. So habe ich gelernt, wie ich niemals werden will, was aus Menschen werden kann, wenn sie nicht aufpassen. Zu dieser Zeit habe ich in meinem Zimmer gelebt, ich hatte Angst vor ihm, panische Angst ihn zu sehen. Das positive daran ist wohl mein Fernweh, mein Drang nach Freiheit, die Abenteuerlust. Viele meiner liebsten Wesenszüge stammen aus etwas schlechtem heraus. Wer sagt, dass es bei dir nicht auch so ist? Warum sehen wir im Schlechten so selten das Gute? Wäre das nicht viel leichter?
Ich habe heute eine furchtbare Werbung gesehen. Irgendwas mit Träumen die schnell erfüllt sein sollten. Warum sollte irgendjemand realistische Träume haben? Das ist vollkommen idiotisch. Träume sollen riesig sein! Ich kann davon träumen mal einen Artikel für eine Zeitschrift zu schreiben. Oder ich träume von einem Buch. Ersteres habe ich schon so oft erfüllt, dass es kein Traum sein kann. Aber ein eigenes Buch? Ich bin viel zu faul so viel zu schreiben, deshalb ist es unrealistisch und deshalb träume ich davon. Ich will einen Loft. Ich will einen großen Garten, tolle Kleidung, eines dieser schwebenden Betten, einen Job der mich erfüllt, 5 Sprachen fließend sprechen, gefühlte 1000 Länder gesehen haben, einen Kopfstand können und so viel mehr. Das sind Träume, aber wer groß träumt erreicht viel. Ich spreche schon 2 Sprachen, nicht viel, aber die Grundlage für eine 3. steht. Und mit dem Kopfstand habe ich auch schon angefangen. Ich habe auch eine Liste mit 100 Dingen, die ich getan haben will. Vieles davon wird eines Tages kommen, alles darauf ist erreichbar, es sind Ziele, keine Träume. Von meinen Träumen erzähle ich niemandem. Zumindest nicht von allen. So viel allerdings: In keinem meiner Träume geht es um ein Haus, Kinder oder einen Mann. Also auch kein Heiraten. Vielleicht kommt so was eines Tages, aber es sind keine Träume. Was sind deine Träume? Ich wünsche dir, dass sie sich eines Tages erfüllen.
Gestern war ein langer Abend. Heute Morgen um fünf betraten wir das Haus. Eigentlich wollten wir noch einmal raus gehen, aber die Kneipen hatten bereits zu. Also sahen wir Harry Potter und schliefen erst zu dritt und dann zu zweit auf einem Sofa. Ich hab das erste Mal Absinth getrunken. Wir haben viel geredet. Wie so oft hat sich kein Typ für mich interessiert. Trotzdem kann ich zurecht behaupten, dass es eine tolle Nacht war. Ich war die Jüngste der Runde. 16. Alle anderen waren 19-25 (glaube ich). Einer meinte, dass es nach 16 besser werden würde, aber wie kann etwas DAS toppen? Ich will nicht älter werden. Dieses Jahr war so toll! Mein erster Freund hat mit mir Schluss gemacht? Bitte! Wir haben kaum zusammen gepasst und ich merke wie ich ohne ihn immer mehr ich werde. Die Beziehung hatte auch gute Seiten, ohne Frage, aber ohne sie bin ich besser dran. Du solltest keine Beziehungen führen, die dich unglücklich machen. Auch keine Freundschaften. Wir sollten einfach nichts machen, dass uns unglücklich macht. Und ich fange langsam an damit. Du solltest es auch. Bedenke aber, dass du trotzdem niemanden verletzen solltest, außer es lässt sich nicht verhindern. Zurück zum 16 sein.. wie soll etwas besser sein? Das ganze Jahr war voller Karma und ich werde Stück für Stück ich. Es ist toll sich zu entwickeln, findest du nicht auch? Wir sind zu jung zum stillstehen und gemacht um zu rennen. Wir sind jung, wir sind frei, wir streben nach Glück und kämpfen. Jeder von uns kämpft. Der eine für sein Recht, ein anderer für die Liebe, wieder einer für seine Freiheit. Kämpfen stärkt uns. Unser Schlachtfeld ist das Leben. Wir sollten alles dafür geben, dass unser Kampf nicht im Krieg endet, denn Krieg fordert Opfer, er zerstört jeden, egal ob Gewinner oder Verlierer. Im Kampf kann man gewinnen oder verlieren, wobei der Verlierer einfach daran stärker wird und nicht aufgeben sollte und der Gewinner weiß, dass der nächste Kampf wartet und er nicht immer gewinnen kann. Wir sollten im Leben auf alles gefasst sein. Und für Glück hat sich bisher jeder Kampf gelohnt.
Eins noch, hier ist meine E-Mail Adresse, falls du mal jemanden zum Reden brauchst: emilydawnlive@googlemail.com

Love


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Time to wander

Ich spüre es wieder. Fernweh. Mein Körper der nach dem Unbekannten schreit, nah der Ferne, nach neuen Städten, neuen Länder, neuen Menschen. Bin ich zu jung dafür? Ich war schon viel zu lange hier, in meinem Bundesland, in meinem Umkreis. Das Meer habe ich auch nur kurz gesehen, zumindest dieses Jahr. Die letzten drei Jahre war ich um diese Zeit immer in Frankreich. Das fehlt mir. Ich brauche andere Länder, ich brauche verschiedene Kulturen. Mein Herz sehnt sich nach der Ferne, es weiß, dass es hier immer ein Zuhause hat. Ich glaube genau deshalb kann ich mir Fernweh ohne schlechtes Gewissen erlauben, weil ich hier ein tolles Leben habe, dass immer für mich da sein wird. Es mag albern sein, aber ich brauche Fernweh. Ich liebe es zu verreisen, weit weg, einfach weg. Keine Ahnung ob das daran liegt, dass ich jung bin. Vermutlich ein bisschen, oder es liegt an mir. Vielleicht bin ich einfach dafür gemacht. Viele 16 jährige Mädchen haben bestimmt schon viel mehr gesehen als ich, manche genauso viel (meine Freundinnen zum Beispiel), andere weniger. Aber haben sie es auch gespürt? Diese innerliche Ruhe wenn man 14 Stunden lang Bus fährt und weiß das man bald etwas neues erlebt? Das Glück wenn der Flieger über dem Meer schwebt und man alle Ängste vergisst? Die schönsten Erinnerungen meines Lebens hängen mit dem Verreisen zusammen. Ich verliebe mich. Jedesmal wenn ich irgendwo ankomme verliebe ich mich. In ein Haus, Pflanzen, Menschen oder was sich alles finden lässt. in London habe ich mich in eine Parkfläche verliebt, eine Straße, Häuser, Kleidung, Läden und in so viele Menschen! Auf Mallorca war es das Meer, der Strand weit weg von Leuten die Deutsch sprechen, mein Sandwich, den Sand zwischen Zehen und Zähnen, die Strandbar, das Sofa auf dem ich geschlafen habe, die Treppen, das Wetter und in das Zitroneneis. In Denia hab ich mich in den Berg verliebt, in unseren Pool, in das Essen (damals aß ich noch Fisch), in den Sonnenuntergang, den Strand, das Spazieren gehen und in unsere Wohnung. In Valencia gab es diese tollen Straßen, die wunderschönen Häuser, die Menschen, einfach alles. Ich will nicht jeden Ort aufzählen, aber einen noch, ein Ort der mein Herz schon in der ersten Sekunde erobert hat, ein Ort der sich wie eine zweite Heimat an fühlt: Nantes. Ich war die letzten drei Jahre wie gesagt jedes Mal eine Woche in Frankreich, wir waren immer in einem kleinen Ort sehr nah bei Nantes, sind also oft dort hingefahren. Es gibt keinen Ort der mich so sehr in seinen Bann gerissen hat. Diese wunderschöne Stadt! Ich fühle mich dort so wohl, einfach als wäre ein Stück meiner selbst Französin. Selbst Beirut, eine geliebte Band, teilt diese Liebe. Nantes verzauberte mich mit einem Stadtfest, Pâtisserien, Musik, Menschen. Ich kann meine Liebe zu diesem Ort nicht beschreiben. Ich weiß auch nicht genau warum es ausgerechnet Frankreich ist, ich höre oft, dass viele meiner Freunde es nicht mögen. Ich träume davon dort eine Zeit lang zu leben, nur ein/zwei Jahre. Ich muss noch Paris sehen, ich muss die Sprache besser lernen (aber wohl eher außerhalb der Schule), ich muss einfach noch oft nach Frankreich. Warum fühlt es sich so sehr nach Heimat an, wenn ich doch nicht jedes Wort verstehe und nicht alles fragen kann? Warum blühe ich dort so auf? Oh, auch Pornic in Frankreich war unglaublich schön. Auch im Regen. Vor allem im Regen. Sieh dir bitte auch die Welt etwas an, mach es dir zu liebe. Wer weiß was du noch finden wirst. Vielleicht ist es ein Sommerflirt, es könnte aber auch die große Liebe sein. Das zwischen London und mir scheint schon etwas ernstes zu sein, aber mein Herz gehört wohl Nantes.

Love